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	<title>ujora &#187; Oscar Isaac</title>
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	<description>Wir leben Medien</description>
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		<title>Ex Machina: Der Geist will aus der Maschine</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2015 22:57:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Jonas Rau]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
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		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Oscar Isaac]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine der großartigen Eigenschaften des Kinos ist, dass es eine Art gesellschaftlichen Spiegel darstellt. Der zweite Weltkrieg wurde von Filmen wie Casablanca und The Great Dictator begleitet, im Kalten Krieg waren es Stanley Kubricks&#46;&#46;&#46;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der großartigen Eigenschaften des Kinos ist, dass es eine Art gesellschaftlichen Spiegel darstellt. Der zweite Weltkrieg wurde von Filmen wie <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0034583/?ref_=nv_sr_1" title="Casablanca auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Casablanca</a></span> und <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0032553/?ref_=nv_sr_1" title="The Great Dictator auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">The Great Dictator</a></span> begleitet, im Kalten Krieg waren es Stanley Kubricks <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0057012/?ref_=nv_sr_1" title="Dr. Strangelove auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Dr. Strangelove</a></span> und die simple Gut-Böse-Einteilung aus James Bond. Überhaupt sind Kriege ein beliebtes Sujet von Filmemachern – der Vietnam-Krieg wird mit <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0078788/?ref_=nv_sr_1" title="Apocalypse Now auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Apocalypse Now</a></span> und <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0093058/?ref_=nv_sr_1" title="Full Metal Jacket auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Full Metal Jacket</a></span> visuell aufbereitet und auch wenn Clint Eastwood für <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt2179136/?ref_=nv_sr_1" title="American Sniper auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">American Sniper</a></span> keinen Oscar mit nach Hause nehmen durfte, war seine filmische Aufarbeitung des zweiten Irak-Kriegs der erfolgreichste Film an den amerikanischen Kinokassen. </p>
<p><strong>Achtung: Dieser Artikel kann kleinere Spoiler enthalten. Und sagt nachher nicht, wir hätten nix gesagt!</strong></p>
<div id="attachment_652" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img src="http://ujora.de/ujora/wp-content/uploads/2015/05/Ex-Machina-Gallery-04-870x396.jpg" alt="Selbsterkenntnis steht im Zentrum von Ex Machina (Copyright: Universal Pictures)" width="870" class="size-large wp-image-652" /><p class="wp-caption-text">Selbsterkenntnis steht im Zentrum von <a href="http://www.imdb.com/title/tt0470752/?ref_=nv_sr_1" title="Ex Machina auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Ex Machina</a> (Copyright: Universal Pictures)</p></div>
<h2>Eine unvollständige Geschichte der Computerintelligenz im Kino</h2>
<p>Seit dem Aufkommen von Computern hat sich zu den klassischen Kriegsfilmen, in denen Menschen gegen Menschen kämpfen, ein weiteres Genre gebildet: Filme, in denen Menschen gegen mehr oder weniger intelligente Maschinen kämpfen. Von (und damit wären wir schon beim dritten Kubrick-Film) <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0062622/?ref_=nv_sr_1" title="2001: A Space Odyssey auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">2001: A Space Odyssey</a></span> über <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0088247/?ref_=nv_sr_2" title="Terminator auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">The Terminator</a></span> bis hin zu <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0133093/?ref_=nv_sr_1" title="Matrix auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">The Matrix</a></span> oder <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0343818/?ref_=nv_sr_1" title="I, Robot auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">I, Robot</a></span> – um nur ein paar Filme aus einer langen Liste zu nennen. Anfangs fokussierte sich die Betrachtung recht einseitig auf das Zusammenleben von Mensch und Maschine, soll heißen: Wie kann eine Maschine dem Menschen gefährlich werden? In Space Odysee reißt HAL die Kontrolle über ein Raumschiff an sich, in Matrix führen Menschen und Maschinen gleich richtig Krieg und in <a href="http://www.imdb.com/title/tt0343818/?ref_=nv_sr_1" title="I, Robot auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">I, Robot</a> ist <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000226/?ref_=nv_sr_1" title="Will Smith auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Will Smith</a> wundersamerweise der einzige, der die Gefahr Künstlicher Intelligenz richtig einschätzt, bevor er anfängt, sie mit allem was gerade zur Verfügung steht niederzumetzeln. Lediglich in Terminator, dem eigentlich simpelsten Film aus der Liste, gibt es zusätzlich noch die Komponente der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. </p>
<div class="responsive-video">
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</div>
<p><span style="clear:both"></span></p>
<h2>Ein neues Subgenre</h2>
<p>In den letzten Jahren hat sich der Blickwinkel auf die Interaktion zwischen Menschen und Robotern noch einmal verschoben. Unter dem Schlagwort Künstliche Intelligenz rückt die Frage nach dem Bewusstsein von Maschinen in den Mittelpunkt. Zum Anfang des neuen Jahrtausends ließ <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000229/?ref_=fn_al_nm_1" title="Steven Spielberg auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Steven Spielberg</a> eine Künstliche Intelligenz gleich die Hauptrolle in seinem Film <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0212720/" title="Artificial Intelligence: AI auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Artificial Intelligence: AI</a></span> übernehmen. Vor zwei Jahren flirtete in Spike Jonzes <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt1798709/?ref_=nv_sr_3" title="Her auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Her</a></span> <a href="http://www.imdb.com/title/tt1798709/?ref_=nv_sr_3" title="Joaquin Phoenix auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Joaquin Phoenix</a> mit einem intelligenten Betriebssystem, das als das erste mit einem eigenen Bewusstsein beworben wurde. Letztes Jahr speiste <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000136/?ref_=nv_sr_1" title="Johnny Depp auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Johnny Depp</a> in <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt2209764/?ref_=nm_flmg_act_9" title="Transcendence auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Transcendence</a></span> um dem eigenen Tod zu entgehen gleich sein komplettes Gedächtnis in eine Künstliche Intelligenz ein – viel enger ist Mensch-Maschine-Kopplung gar nicht denkbar. Vor diesem Hintergrund erscheint <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0470752/?ref_=nv_sr_1" title="Ex Machina auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Ex Machina</a></span> fast ein bisschen rückwärtsgewandt – schließlich treffen hier einfach nur „ganz klassisch“ Mensch und Maschine (KI) aufeinander, um miteinander zu reden. Klingt langweilig, ist es aber ganz und gar nicht. </p>
<div id="attachment_654" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img src="http://ujora.de/ujora/wp-content/uploads/2015/05/Ex-Machina-Gallery-17-870x396.jpg" alt="Das erste Aufeinandertreffen (Copyright: Universal Pictures)" width="870" class="size-large wp-image-654" /><p class="wp-caption-text">Das erste Aufeinandertreffen (Copyright: Universal Pictures)</p></div>
<h2>Kann das denken?</h2>
<p>Mensch ist in diesem Fall Caleb (<a href="http://www.imdb.com/name/nm1727304/?ref_=fn_al_nm_1" title="Domhnall Gleeson auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Domhnall Gleeson</a>), ein Programmierer, der in einer unverhohlen an Google angelehnten Firma den Hauptpreis einer Mitarbeiterlotterie gewinnt: Einen Besuch in der abgeschiedenen Luxus-Villa des Firmengründers und Programmier-Genies Nathan (<a href="http://www.imdb.com/name/nm1209966/?ref_=tt_cl_t1" title="Oscar Isaac auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Oscar Isaac</a>). Vermutlich muss man Programmierer sein, wenn man sich darüber freut, bei seinem Chef eine Woche Urlaub machen zu dürfen. Nach Anreise im Privathubschrauber bittet Nathan seinen Besuch um die Unterzeichnung eines umfassenden Non-Disclosure-Agreements, bevor er ihm den Zweck seines Aufenthalts eröffnet. Heim-Helikopter, Luxus-Villa und Vertragswerk erinnern zwar ein bisschen an die gähnend langweilige Fifty Shades of Grey-Verfilmung, aber glücklicherweise wartet in Nathans Spielzimmer kein SM-Paradies, sondern die Künstliche Intelligenz Ava (<a href="http://www.imdb.com/name/nm2539953/?ref_=nv_sr_1" title="Alicia Vikander auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Alicia Vikander</a>). Sie soll von Caleb auf Herz und Nieren getestet werden, eröffnet ihm sein Gastgeber, oder genauer: Daraufhin überprüft werden, ob sie ein Bewusstsein hat. </p>
<div id="attachment_651" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img src="http://ujora.de/ujora/wp-content/uploads/2015/05/Ex-Machina-Gallery-03-870x396.jpg" alt="Was geht in diesem Kopf vor? (Copyright: Universal Pictures)" width="870" class="size-large wp-image-651" /><p class="wp-caption-text">Was geht in diesem Kopf vor? (Copyright: Universal Pictures)</p></div>
<h2>… oder kann das weg?</h2>
<p>Als Prüfmodus hat sich Nathan dabei einen Turing-Test 2.0 überlegt: Während normalerweise die Probanden des Turing-Tests voreinander verborgen bleiben und der Test als bestanden gilt, wenn es dem menschlichen Teilnehmer nicht auffällt, dass er gerade mit einer Maschine spricht (oder schreibt), weiß Caleb ja bereits, dass Ava eine Maschine ist. So erhält er von seinem Chef den Auftrag, im Wissen darum, dass er mit einem Roboter spricht der Frage nach Bewusstsein nachzugehen. Während der Sitzungen zwischen Caleb und Ava wird dabei schnell klar, dass die KI den Standard-Turing-Test problemlos bestehen würde. Für den jungen Programmierer ist Ava ein mehr als ebenbürtiger Gesprächspartner und nach und nach schleichen sich Zweifel ein, wer denn da gerade wen testet. Unabhängig davon entwickeln die beiden Gefühle füreinander und Ava vertraut ihrem neuen Freund an: Sie will aus der Villa-Schägstrich-Forschungseinrichtung fliehen – und Caleb soll ihr dabei helfen. </p>
<p>Der junge Programmierer ist hin- und hergerissen. Nicht so sehr aus Loyalität zu seinem im Laufe des Films als immer manischer agierenden Chef, sondern weil er nicht einschätzen kann, ob Avas Gefühle für ihn echt sind – oder ob sie programmiert wurde, ihn zu lieben. Sein Forschungsauftrag, nämlich herauszufinden, ob Ava echtes Bewusstsein besitzt, gewinnt für ihn so eine persönliche Dimension. Und wenn Ava tatsächlich ein Bewusstsein besitzt, manipuliert sie ihn vielleicht nur, damit sie nicht am Ende des Experiments von Nathan nicht abgeschaltet wird?</p>
<div id="attachment_653" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img src="http://ujora.de/ujora/wp-content/uploads/2015/05/Ex-Machina-Gallery-06-870x396.jpg" alt="Die Luxus-Villa entpuppt sich als High-Security-Forschungseinrichtung (Copyright: Universal Pictures)" width="870" class="size-large wp-image-653" /><p class="wp-caption-text">Die Luxus-Villa entpuppt sich als High-Security-Forschungseinrichtung (Copyright: Universal Pictures)</p></div>
<h2>Maschine im Mimikry-Modus</h2>
<p>„Was ist eigentlich Bewusstsein?“ wird zur beherrschenden Frage des Films, die durch unterschiedliche Allegorien immer wieder aufbereitet wird. Ava spricht wie ein Mensch, agiert wie ein Mensch, sie sieht sogar aus wie ein Mensch – aber denkt sie auch wie einer? Und was bedeutet das eigentlich, wie ein Mensch zu denken? Ist das für eine Maschine überhaupt das Ziel – oder zeichnet sich eine KI vielleicht gerade dadurch aus, dass sie eben nicht denkt wie ein Mensch? </p>
<h2>Begrenzt geistreiches Debüt</h2>
<p>Mit <span class="movie-title">Ex Machina</span> legt Alex Garland ein recht beeindruckendes Debüt als Filmregisseur ab, nicht zuletzt, weil das Budget mit 11 Mio. Dollar eher überschaubar war. Mit einem Spielort irgendwo in den Bergen ist der Film ein klassisches Geschlossener-Raum-Stück, der Zuschauer kann sich ganz auf die handelnden Akteure konzentrieren, die ihre Sache allesamt gut machen. An manchen Stellen ist der Film ein bisschen zu vorhersehbar für echte Suspense-Momente, gleicht das aber mit gelegentlichen Überraschungen, vor allem aber durch die übergeordnete Fragestellung wieder aus. </p>
<p>Dennoch handelt es sich letztlich um Recycling alter Ideen, lediglich die Fokussierung auf Ava als humanoider Gegenpart eines echten Menschen mit Motiven, die bis zum Schluss offen bleiben, setzt einen eigenen Akzent. Aber besser gut abgekupfert als schlecht neu gemacht: Auch wenn <span class="movie-title">Ex Machina</span> nicht gerade filmische Maßstäbe setzt, ist der Film technisch und strukturell sehr solide. Gelegentliche Verweise, zum Beispiel auf Wittgenstein, der sich mit Bewusstsein beschäftigt hat oder auf Sergey Brin, einen der Google-Gründer, für den Nathan den Mr. Hyde gibt, kommen leider eher platt daher und stören so den Fluss. </p>
<div id="attachment_650" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img src="http://ujora.de/ujora/wp-content/uploads/2015/05/Ex-Machina-Gallery-02-870x396.jpg" alt="Der Schlüssel zu einer neuen Stufe der Evolution? (Copyright: Universal Pictures)" width="870" class="size-large wp-image-650" /><p class="wp-caption-text">Der Schlüssel zu einer neuen Stufe der Evolution? (Copyright: Universal Pictures)</p></div>
<h2>Mensch vs. Maschine 2.0</h2>
<p>Der Bezug zu Google an sich allerdings ist kein Wunder. Wir leben mittlerweile in einer Welt – auch wenn der Vergleich etwas angestaubt ist – in der das Smartphone in der Hosentasche mehr Rechenpower zu bieten hat als die Computer, die einen Menschen auf den Mond gebracht haben. Für nicht einmal 10 Dollar kann man Computer im Chipkartenformat erwerben. Diese Leistungssteigerung bei gleichzeitigem Preisverfall, bekannt geworden als Moore’s Law, lässt die Entwicklung einer „echten“ Künstlichen Intelligenz in greifbarer Nähe erscheinen. Im Rahmen eines Films wird diese Entwicklung notwendigerweise vereinfacht dargestellt. Aber wenn man das Kino als Spiegel der Gesellschaft begreift, zeigt sich allein in der beeindruckenden Zahl der Filme, die sich mit dem Thema befassen, wie sehr das Thema Menschen beschäftigt. </p>
<p><span class="movie-title">Ex Machina</span> verlagert den Kampf zwischen Mensch und Maschine auf ein geistiges Niveau. Auch wenn das kein komplett neuer Ansatz ist, bietet der Film mit der Frage „Was gibt es eigentlich, das einen intelligenten Menschen von einer intelligenten Maschine unterscheidet?“ einen Beitrag zur Diskussion.</p>
<table class="rating">
<tbody>
<tr>
<td>
<h2>Was die Leute sagen</h2>
<p><strong>Jonas-Rating (zählt natürlich doppelt)</strong><br />
7,8 von 10 Punkten</p>
<p><strong>IMDB.com</strong><br />
8,1 von 10 Punkten</p>
<p><strong>Rotten Tomatoes</strong><br />
91% Tomatometer, 89% Audience</p>
<p><strong>Metacritic</strong><br />
Metascore: 78<br />
User Score: 8.2</td>
<td class="note">
<div id="result-good">Gesamtnote<br />
<span style="font-size: 300%; line-height: .8;">8,07</span></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>A Most Violent Year: Alles, außer Gewalt!</title>
		<link>http://ujora.de/a-most-violent-year-alles-ausser-gewalt/2015/04/</link>
		<comments>http://ujora.de/a-most-violent-year-alles-ausser-gewalt/2015/04/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2015 15:07:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Jonas Rau]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[A Most Violent Year]]></category>
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		<description><![CDATA[A most violent Year von J. C. Chandor findet sich auf jeder zweiten Toplist der Filme, die 2015 bei den Oscars übersehen wurden. Nicht eine einzige Nominierung konnte das Drama erringen – und das&#46;&#46;&#46;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt2937898/" title="A Most Violent Year auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">A most violent Year</a></span> von <a href="http://www.imdb.com/name/nm1170855/?ref_=tt_ov_dr" title="J. C. Chandor auf imdb.com" target="_blank">J. C. Chandor</a> findet sich auf jeder zweiten Toplist der Filme, die 2015 bei den Oscars übersehen wurden. Nicht eine einzige Nominierung konnte das Drama erringen – und das obwohl <a href="http://www.imdb.com/name/nm1567113/?ref_=tt_cl_t2" title="Jessica Chastain auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Jessica Chastain</a> für ihre Rolle als Frau des Protagonisten Abel (<a href="http://www.imdb.com/name/nm1209966/?ref_=tt_cl_t1" title="Oscar Isaac auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Oscar Isaac</a>), einem aufstrebenden Heizöl-Unternehmer mit Mafia-Verstrickungen, durchaus gute Kritiken, eine Golden Globe-Nominierung als beste Nebendarstellerin sowie einige andere Auszeichnungen einheimsen durfte. Dennoch kann man kaum von einer unfairen Behandlung sprechen. Denn obwohl <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt2937898/" title="A Most Violent Year auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">A most violent Year</a></span> durchaus seine Stärken hat, kann er nicht voll überzeugen. </p>
<div id="attachment_536" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img src="http://ujora.de/ujora/wp-content/uploads/2015/04/a-most-violent-year-01-800x450.jpg" alt="A Most Violent Year: Abel und Anna haben das Ziel vor Augen (Copyright: A24)" width="870" class="size-large wp-image-536" /><p class="wp-caption-text">A Most Violent Year: Abel und Anna haben das Ziel vor Augen (Copyright: A24)</p></div>
<h2>Reale historische Kulisse</h2>
<p>Der Film spielt im New York der beginnenden 80er Jahre, einer Zeit, in der die Kriminalität die Millionenstadt zu überrollen scheint. <em>„There were more murders and rapes in this city last year than there&#8217;ve ever been, so if you&#8217;ve come to tell me that we&#8217;ve got an urgent security issue here &#8211; trust me, I&#8217;m aware“</em>, so bringt es Staatsanwalt Lawrence (<a href="http://www.imdb.com/name/nm0654648/?ref_=tt_cl_t3" title="David Oyelowo auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">David Oyelowo</a>) auf den Punkt. Er ist damit beauftragt, das Versorgungswesen in New Jersey aufzuräumen und hat sich die Firma des Protagonisten Abel ausgesucht um ein Exempel zu statuieren. Der wiederum bemüht sich nach Kräften, das vom Schwiegervater geerbte Heizöl-Unternehmen in die Legalität zu überführen und gleichzeitig zu expandieren. </p>
<div class="responsive-video">
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</div>
<p><span style="clear:both"></span></p>
<p>Dabei setzt er alles auf eine Karte: Ein strategisch wichtiges Gelände fehlt ihm noch als Baustein auf seinem Weg zu einem Imperium, doch um es zu bekommen, lässt er sich auf einen gefährlichen Deal ein: Mit seinen gesamten Ersparnissen sichert er sich das Vorkaufsrecht, den vollen Kaufpreis muss er innerhalb von 30 Tagen erbringen. Ein waghalsiger Plan, wenn man bedenkt, dass schon im bestehenden Unternehmen längst nicht alles rund läuft. Denn neben den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden quasi täglich Tanklaster von Abels Firma überfallen und seine Fahrer dabei brutal zusammengeschlagen. Doch Abel weigert sich standhaft, seine Leute mit Waffen auszurüsten, aus Sorge, die Situation könne damit vollends aus dem Ruder laufen. </p>
<h2>Kein klassisches Gangsterkino</h2>
<p>Klingt alles ein bisschen verworren und kompliziert? Ist es auch. Auch wenn der Plot eigentlich überschaubar ist, richtet sich <span class="movie-title">A most violent Year</span> nicht gerade an Freunde von Simpelkino. Wer ein klassisches Mafiastück mit viel Geballer und scherenschnittartigen Schwarz-Weiß-Zeichnungen erwartet, wird enttäuscht. Abel ist nicht der patriarchalische Don, der seine schützende Hand über die eigene Familie (und damit ist sowohl die offizielle als auch die inoffizielle gemeint) hält und dabei auch vor Gewaltanwendung nicht zurückschreckt. Eher ist das Gegenteil der Fall: Ganz wie sein biblisches Vorbild versucht er, sich an die Spielregeln zu halten und ist dennoch erfolgreich – was Neider auf den Plan ruft. Seine Gegenspieler, der Staatswanwalt, ist sich dessen bewusst, entscheidet sich als Karrierist allerdings dennoch für eine Anklage und lässt Abels Haus – ob absichtlich oder nicht – just in dem Moment durchsuchen, in dem der Geburtstag einer Tochter gefeiert wird. Die klassischen Positionen des Gangsterfilms verkehren sich hier zumindest ein Stück weit. </p>
<div id="attachment_537" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img src="http://ujora.de/ujora/wp-content/uploads/2015/04/a-most-violent-year-02-800x450.jpg" alt="Muss von sich überzeugen: Abel sucht dringend Investoren (Copyright: A24)" width="870" class="size-large wp-image-537" /><p class="wp-caption-text">Muss von sich überzeugen: Abel sucht dringend Investoren (Copyright: A24)</p></div>
<p>Alles läuft dabei allerdings sehr gesittet und in einem Wort langsam ab. Bei einer Laufzeit von knapp über zwei Stunden stellt dieses ruhige Erzähltempo eine echte Herausforderung an die Zuschauer dar. Obwohl der Film durchaus mit spannenden Momenten aufwarten kann, entscheidet sich J. C. Chandor für eine große Detailfülle, in der nicht alle Szenen die Story notwendigerweise vorantreiben. Nicht zuletzt schüren Trailer und Titel eine falsche Erwartung an den Film, der eben nicht eine Wiederauflage von Filmen à la Coppola darstellt, sondern bewusst mit den Genre-Regeln bricht. Und auch wenn spätestens seit <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0141842/?ref_=nv_sr_1" title="The Sopranos auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">The Sopranos</a></span> New Jersey im Kopf des Zuschauers untrennbar mit der Mafia verbunden wird, ist Abel eigentlich weniger Mafioso als Kapitalist. </p>
<h2>Und die Moral von der Geschicht&#8216; wissen wir nicht</h2>
<p>So gesehen befindet sich der Film thematisch nä<a href="http://www.imdb.com/title/tt1798709/?ref_=nv_sr_3" title="Her auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">her</a> an <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt1615147/?ref_=nm_flmg_wr_5" title="Margin Call auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Margin Call</a></span>, Chandors Debüt aus 2011, ein minutiöses Porträt des Crashs einer fiktiven, an die Lehman Brothers angelehnten Bank. Doch während <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt1615147/?ref_=nm_flmg_wr_5" title="Margin Call auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Margin Call</a></span> schon allein über die Thematik Aktualität erhielt, erschließt sich die Daseinsberechtigung von <span class="movie-title">A most violent Year</span> nicht unmittelbar. Ist es eine Geschichte über das Durchhalten, eine über das Scheitern und des Akzeptierens der Realität, ist es Kapitalismus-Kritik oder Kapitalismus-Verherrlichung? Es ist angenehm, dass der Film dem Zuschauer keine Antworten auf dem Silbertablett präsentiert – aber so fehlen leider auch die Reibungspunkte, anhand derer sich eine eigene Position erst herausbilden kann. </p>
<div id="attachment_538" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img src="http://ujora.de/ujora/wp-content/uploads/2015/04/a-most-violent-year-03-800x450.jpg" alt="Deutlich mehr als eine Sekretärin: Abels Frau Anna begegnet ihrem Mann auf Augenhöhe (Copyright: A24)" width="870" class="size-large wp-image-538" /><p class="wp-caption-text">Deutlich mehr als eine Sekretärin: Abels Frau Anna begegnet ihrem Mann auf Augenhöhe (Copyright: A24)</p></div>
<p>Filmisch und schauspielerisch ist der Film allerdings dennoch überzeugend und insbesondere das Lob für <a href="http://www.imdb.com/name/nm1567113/?ref_=tt_cl_t2" title="Jessica Chastain auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Jessica Chastain</a>, deren Charakter Anna sich nicht mit der zweiten Reihe hinter ihrem Mann begnügen möchte, ist gerechtfertigt. Sieht man von dem langsamen Erzähltempo ab, kann man dem Film darüber hinaus auch seine Unaufgeregtheit, die so sehr mit modernen Hollywood-Erzählungen bricht, zugutehalten. Wer allerdings mit dem Gefühl der Zufriedenheit aus dem Kino gehen möchte, gerade etwas mit klarer Aussage gesehen zu haben, sollte sich <span class="movie-title">A most violent Year</span> allerdings eher sparen. </p>
<table class="rating">
<tbody>
<tr>
<td>
<h2>Was die Leute sagen</h2>
<p><strong>Jonas-Rating (zählt natürlich doppelt)</strong><br />
6,8 von 10 Punkten</p>
<p><strong>IMDB.com</strong><br />
7,2 von 10 Punkten</p>
<p><strong>Rotten Tomatoes</strong><br />
90% Tomatometer, 73% Audience</p>
<p><strong>Metacritic</strong><br />
Metascore: 79<br />
User Score: 7.1</td>
<td class="note">
<div id="result-good">Gesamtnote<br />
<span style="font-size: 300%; line-height: .8;">7,29</span></div>
</td>
</tr>
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