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	<title>ujora &#187; J. C. Chandor</title>
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		<title>A Most Violent Year: Alles, außer Gewalt!</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2015 15:07:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Jonas Rau]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[A Most Violent Year]]></category>
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		<category><![CDATA[Gangster]]></category>
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		<category><![CDATA[Mafia]]></category>
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		<description><![CDATA[A most violent Year von J. C. Chandor findet sich auf jeder zweiten Toplist der Filme, die 2015 bei den Oscars übersehen wurden. Nicht eine einzige Nominierung konnte das Drama erringen – und das&#46;&#46;&#46;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt2937898/" title="A Most Violent Year auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">A most violent Year</a></span> von <a href="http://www.imdb.com/name/nm1170855/?ref_=tt_ov_dr" title="J. C. Chandor auf imdb.com" target="_blank">J. C. Chandor</a> findet sich auf jeder zweiten Toplist der Filme, die 2015 bei den Oscars übersehen wurden. Nicht eine einzige Nominierung konnte das Drama erringen – und das obwohl <a href="http://www.imdb.com/name/nm1567113/?ref_=tt_cl_t2" title="Jessica Chastain auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Jessica Chastain</a> für ihre Rolle als Frau des Protagonisten Abel (<a href="http://www.imdb.com/name/nm1209966/?ref_=tt_cl_t1" title="Oscar Isaac auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Oscar Isaac</a>), einem aufstrebenden Heizöl-Unternehmer mit Mafia-Verstrickungen, durchaus gute Kritiken, eine Golden Globe-Nominierung als beste Nebendarstellerin sowie einige andere Auszeichnungen einheimsen durfte. Dennoch kann man kaum von einer unfairen Behandlung sprechen. Denn obwohl <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt2937898/" title="A Most Violent Year auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">A most violent Year</a></span> durchaus seine Stärken hat, kann er nicht voll überzeugen. </p>
<div id="attachment_536" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img src="http://ujora.de/ujora/wp-content/uploads/2015/04/a-most-violent-year-01-800x450.jpg" alt="A Most Violent Year: Abel und Anna haben das Ziel vor Augen (Copyright: A24)" width="870" class="size-large wp-image-536" /><p class="wp-caption-text">A Most Violent Year: Abel und Anna haben das Ziel vor Augen (Copyright: A24)</p></div>
<h2>Reale historische Kulisse</h2>
<p>Der Film spielt im New York der beginnenden 80er Jahre, einer Zeit, in der die Kriminalität die Millionenstadt zu überrollen scheint. <em>„There were more murders and rapes in this city last year than there&#8217;ve ever been, so if you&#8217;ve come to tell me that we&#8217;ve got an urgent security issue here &#8211; trust me, I&#8217;m aware“</em>, so bringt es Staatsanwalt Lawrence (<a href="http://www.imdb.com/name/nm0654648/?ref_=tt_cl_t3" title="David Oyelowo auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">David Oyelowo</a>) auf den Punkt. Er ist damit beauftragt, das Versorgungswesen in New Jersey aufzuräumen und hat sich die Firma des Protagonisten Abel ausgesucht um ein Exempel zu statuieren. Der wiederum bemüht sich nach Kräften, das vom Schwiegervater geerbte Heizöl-Unternehmen in die Legalität zu überführen und gleichzeitig zu expandieren. </p>
<div class="responsive-video">
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</div>
<p><span style="clear:both"></span></p>
<p>Dabei setzt er alles auf eine Karte: Ein strategisch wichtiges Gelände fehlt ihm noch als Baustein auf seinem Weg zu einem Imperium, doch um es zu bekommen, lässt er sich auf einen gefährlichen Deal ein: Mit seinen gesamten Ersparnissen sichert er sich das Vorkaufsrecht, den vollen Kaufpreis muss er innerhalb von 30 Tagen erbringen. Ein waghalsiger Plan, wenn man bedenkt, dass schon im bestehenden Unternehmen längst nicht alles rund läuft. Denn neben den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden quasi täglich Tanklaster von Abels Firma überfallen und seine Fahrer dabei brutal zusammengeschlagen. Doch Abel weigert sich standhaft, seine Leute mit Waffen auszurüsten, aus Sorge, die Situation könne damit vollends aus dem Ruder laufen. </p>
<h2>Kein klassisches Gangsterkino</h2>
<p>Klingt alles ein bisschen verworren und kompliziert? Ist es auch. Auch wenn der Plot eigentlich überschaubar ist, richtet sich <span class="movie-title">A most violent Year</span> nicht gerade an Freunde von Simpelkino. Wer ein klassisches Mafiastück mit viel Geballer und scherenschnittartigen Schwarz-Weiß-Zeichnungen erwartet, wird enttäuscht. Abel ist nicht der patriarchalische Don, der seine schützende Hand über die eigene Familie (und damit ist sowohl die offizielle als auch die inoffizielle gemeint) hält und dabei auch vor Gewaltanwendung nicht zurückschreckt. Eher ist das Gegenteil der Fall: Ganz wie sein biblisches Vorbild versucht er, sich an die Spielregeln zu halten und ist dennoch erfolgreich – was Neider auf den Plan ruft. Seine Gegenspieler, der Staatswanwalt, ist sich dessen bewusst, entscheidet sich als Karrierist allerdings dennoch für eine Anklage und lässt Abels Haus – ob absichtlich oder nicht – just in dem Moment durchsuchen, in dem der Geburtstag einer Tochter gefeiert wird. Die klassischen Positionen des Gangsterfilms verkehren sich hier zumindest ein Stück weit. </p>
<div id="attachment_537" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img src="http://ujora.de/ujora/wp-content/uploads/2015/04/a-most-violent-year-02-800x450.jpg" alt="Muss von sich überzeugen: Abel sucht dringend Investoren (Copyright: A24)" width="870" class="size-large wp-image-537" /><p class="wp-caption-text">Muss von sich überzeugen: Abel sucht dringend Investoren (Copyright: A24)</p></div>
<p>Alles läuft dabei allerdings sehr gesittet und in einem Wort langsam ab. Bei einer Laufzeit von knapp über zwei Stunden stellt dieses ruhige Erzähltempo eine echte Herausforderung an die Zuschauer dar. Obwohl der Film durchaus mit spannenden Momenten aufwarten kann, entscheidet sich J. C. Chandor für eine große Detailfülle, in der nicht alle Szenen die Story notwendigerweise vorantreiben. Nicht zuletzt schüren Trailer und Titel eine falsche Erwartung an den Film, der eben nicht eine Wiederauflage von Filmen à la Coppola darstellt, sondern bewusst mit den Genre-Regeln bricht. Und auch wenn spätestens seit <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt0141842/?ref_=nv_sr_1" title="The Sopranos auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">The Sopranos</a></span> New Jersey im Kopf des Zuschauers untrennbar mit der Mafia verbunden wird, ist Abel eigentlich weniger Mafioso als Kapitalist. </p>
<h2>Und die Moral von der Geschicht&#8216; wissen wir nicht</h2>
<p>So gesehen befindet sich der Film thematisch nä<a href="http://www.imdb.com/title/tt1798709/?ref_=nv_sr_3" title="Her auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">her</a> an <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt1615147/?ref_=nm_flmg_wr_5" title="Margin Call auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Margin Call</a></span>, Chandors Debüt aus 2011, ein minutiöses Porträt des Crashs einer fiktiven, an die Lehman Brothers angelehnten Bank. Doch während <span class="movie-title"><a href="http://www.imdb.com/title/tt1615147/?ref_=nm_flmg_wr_5" title="Margin Call auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Margin Call</a></span> schon allein über die Thematik Aktualität erhielt, erschließt sich die Daseinsberechtigung von <span class="movie-title">A most violent Year</span> nicht unmittelbar. Ist es eine Geschichte über das Durchhalten, eine über das Scheitern und des Akzeptierens der Realität, ist es Kapitalismus-Kritik oder Kapitalismus-Verherrlichung? Es ist angenehm, dass der Film dem Zuschauer keine Antworten auf dem Silbertablett präsentiert – aber so fehlen leider auch die Reibungspunkte, anhand derer sich eine eigene Position erst herausbilden kann. </p>
<div id="attachment_538" style="width: 730px" class="wp-caption alignnone"><img src="http://ujora.de/ujora/wp-content/uploads/2015/04/a-most-violent-year-03-800x450.jpg" alt="Deutlich mehr als eine Sekretärin: Abels Frau Anna begegnet ihrem Mann auf Augenhöhe (Copyright: A24)" width="870" class="size-large wp-image-538" /><p class="wp-caption-text">Deutlich mehr als eine Sekretärin: Abels Frau Anna begegnet ihrem Mann auf Augenhöhe (Copyright: A24)</p></div>
<p>Filmisch und schauspielerisch ist der Film allerdings dennoch überzeugend und insbesondere das Lob für <a href="http://www.imdb.com/name/nm1567113/?ref_=tt_cl_t2" title="Jessica Chastain auf imdb.com" rel="nofollow" target="_blank">Jessica Chastain</a>, deren Charakter Anna sich nicht mit der zweiten Reihe hinter ihrem Mann begnügen möchte, ist gerechtfertigt. Sieht man von dem langsamen Erzähltempo ab, kann man dem Film darüber hinaus auch seine Unaufgeregtheit, die so sehr mit modernen Hollywood-Erzählungen bricht, zugutehalten. Wer allerdings mit dem Gefühl der Zufriedenheit aus dem Kino gehen möchte, gerade etwas mit klarer Aussage gesehen zu haben, sollte sich <span class="movie-title">A most violent Year</span> allerdings eher sparen. </p>
<table class="rating">
<tbody>
<tr>
<td>
<h2>Was die Leute sagen</h2>
<p><strong>Jonas-Rating (zählt natürlich doppelt)</strong><br />
6,8 von 10 Punkten</p>
<p><strong>IMDB.com</strong><br />
7,2 von 10 Punkten</p>
<p><strong>Rotten Tomatoes</strong><br />
90% Tomatometer, 73% Audience</p>
<p><strong>Metacritic</strong><br />
Metascore: 79<br />
User Score: 7.1</td>
<td class="note">
<div id="result-good">Gesamtnote<br />
<span style="font-size: 300%; line-height: .8;">7,29</span></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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